Als Stadt Winckelmanns ist Stendal über seine Grenzen hinaus bekannt. Unweit des Uenglinger Tores zweigt vom Alten Dorf die Winckelmann-straße ab, bis 1844 Lehmstraße genannt. Hier haben sich noch Fachwerkhäuser aus dem 18. Jahrhundert erhalten, die zeigen, wie man sich Stendaler Straßen, zu dieser Zeit vorzustellen hat. Winckelmannstr. Nr. 36 ist ein Fachwerkhaus aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. An seiner Stelle stand das bescheidene Geburtshaus Johann Joachim Winckelmanns, der hier am 9. Dezember 1717 als Sohn eines Schuhmachers geboren wurde. Eine Gedenktafel weist darauf hin. Heute befindet sich hier das Winckelmann-Museum. Es gibt Auskunft über Leben und Werk dieses großen Stendalers wie über das Wirken seiner bahnbrechenden Ideen. Außerdem zeigt das Museum jährlich mehrere Sonderausstellunger, mit einem Themenkreis von der klassischen Archäologie über die Kunstgeschichte bis zur modernen Kunst. In den Jahren von 1979 bis 1985 erfuhr das Haus und das 1955 eröffnete Museum eine umfassende Rekonstruktion. Hier hat auch die Winckelmann-Gesellschaft ihren Sitz (Haus Nr. 37).