Sperlingsberg

Wir gelangen zum sogenannten Sperlingsberg, wo der südliche Teil der Breiten Straße beginnt. Links zweigt die Karlstraße ab. Dort hat seit 1959 das Theater der Altmark seinen Sitz, ein geistig-kulturelles Zentrum im Norden des Landes Sachsen-Anhalt,
Der Name "Sperlingsberg" ist vermutlich ein Spottname, der vor langer Zeit entstanden sein muß. Auf diesem Platz befindet sich seit 1906 ein Laufbrunnen aus Miltenberger Sandstein, geschaffen von dem Bildhauer Juckhoff-Schkopau. Über dem Brunnenbecken steht eine Frauengestalt, im Volksmund als "Sperlingsida" bezeichnet, die hungernde Vögel füttert. Dieses Symbol der Wohltätigkeit erinnert an einen Ehrenbürger der Stadt, an den Sanitätsrat Dr. med. Haacke (1824-1899). Er hatte als Arzt und Helfer der Armen, als Kreisphysikus und Leiter des Johanniter-Kranken-hauses sein Leben in seltener Selbstlosigkeit seiner Vaterstadt gewidmet.
Vom Sperlingsberg aus führt die Rathenower Straße (früher Arneburger Törstraße) zum Ostwall, wo das Arneburger Tor stand, das zwischen 1755 und 1784 abgebrochen wurde. Weiter nördlich stand das vierte Stendaler Stadttor, das Viehtor, das. bald danach abgerissen wurde.
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