Ausstellung: Backsteinarchitektur im Ostseeraum

Erstellt von Matthias Neumann | |   Ausstellungen

Neue Perspektiven der Forschung - 18.04. - 02.06.2017

Ausstellungszeitraum: 18.04. bis 02.06.2017

Aussellungseröffnung: 18.04.2017 - 17:00 Uhr

Ausstellungsort: Wandelhalle, Markt 14/15

weitere Termine
Sa, 29.04. - 14:00 UhrSonderführung: Stendals Backsteingotik
Treffpunkt: Roland
Di, 09.05. - 15:00 UhrSonderführung: Stendals Backsteingotik
Treffpunkt: Roland
Do, 11.05. - 15:00 UhrSonderführung: Stendals Backsteingotik
Treffpunkt: Roland
Sa, 20.05. - 14:00 UhrSonderführung: Stendals Backsteingotik
Treffpunkt: Roland
Mo, 08.05. - 19:30 UhrVortrag
Die Entwicklung und Verbreitung der Hallenkirche - Eine Erfolgsgeschichte
Referentin: Frau Dr. Martina Gass Kunsthistorikerin aus Köln
Ort: Kapitelsaal / Domstift
Sa, 13.05. - 11:45 UhrTurmführungen St. Marien
Sa, 20.05. - 11:45 UhrTurmführungen St. Marien
Sa, 27.05. - 11:45 UhrTurmführungen St. Marien

Zeugnisse sakraler und profaner Backsteinarchitektur prägen bis heute die Landschaften der südlichen Ostsee in besonderem Maße - von Lübeck über die mecklenburgische, pommersche,

west- und ostpreußische Küste und deren Hinterland bis weit hinauf ins Baltikum, also von Deutschland über Polen bis nach Litauen und Lettland, zudem nach Dänemark und Südschweden.

Ab der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts errichtete man in der Region, der es außer dem groben Feldstein kaum geeigneten Naturstein gab, monumentale Bauten aus rot bis gelb gebrannten Kunststein, perfektionierte man diese Technik bei der Errichtung künstlerisch ambitionierter Kathedralen, Kloster-, Stifts- und Pfarrkirchen, aber auch repräsentativer Burgen, Rathäuser und Bürgerhäuser. Vor allem den engen Beziehungen im Verbund der Hanse ist es zu verdanken, dass die Backsteinarchitektur eine rasche Verbreitung und Dominanz in den nord- und ostdeutschen Küstenstädten erfuhr, ebenso in Mitteldeutschland, wofür Stendal ein bedeutendes Beispiel darstellt. Man schuf damit eine Tradition, die bis ins 19. und 20. Jahrhundert fortdauerte und immer noch nachwirkt.

Die Backsteinlandschaft des südlichen Ostseeraums als hochrangige europäische Kulturlandschaft ist dabei heute keineswegs allein touristischer Anziehungspunkt für Besucher aus aller Welt vielmehr ebenso wesentlicher Bestandteil der gemeinsamen Identität der Bewohner. Spätestens seit der Wende von

1989/90 macht ihre wissenschaftliche Erforschung so auch nicht mehr an den neuzeitlichen nationalen Grenzen halt, sondern erweist sich als ein intensives völkerverbindendes Bemühen von Bauforschern, Kunsthistorikern und Historikern. Die Ausstellung bietet anhand von Überblicken und ausgewählten Beispielen einen Einblick in die aktuelle internationale Forschung, zeigt zudem Aspekte des heutigen Umgangs mit den ebenso historisch wertvollen wie ästhetisch ansprechenden mittelalterlichen Backsteinbauten des Ostseeraums auf.

Begleitend ist erschienen ein reich bebilderter Katalog mit vertiefenden wissenschaftlichen Aufsätzen und den Tafeln der Ausstellung:

Christofer Herrmann, Matthias Müller, Ernst Gierlich (Hrsg.),
Backsteinarchitektur im Ostseeraum – Neue Perspektiven der Forschung, 224 S.,
ISBN 978-3-7319-0184-6, Preis 24,95 €

Ebenso liegt vor eine gleichnamige Broschüre mit Abbildungen der Ausstellungstafeln: 72 S.,
ISBN 978-3-88557-233-6, Preis 4,80 €

Beide sind erhältlich im Buchhandel und bei der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen, Kaiserstr. 113, 53113 Bonn, Tel. 0228/ 91512-0, kulturstiftung@t-online.de.

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